Farbwelten
Farben prägen unseren Alltag, die Dinge, die uns umgeben, wie wir wohnen und wie wir uns orientieren. Dabei nehmen wir sie nur selten bewusst in ihrer Materialität und Differenzierung wahr. Die Ausstellung legt den Fokus auf die Bedeutung von Farben für die Wahrnehmung von Natur wie Kultur und blättert die faszinierende Geschichte der Farbmaterialien, ihrer Gewinnung, technischen Herstellung und Anwendung in den Künsten, der Architektur, in Medizin und Naturwissenschaften auf.
In „Farbwelten“ werden prominente Beispiele gezeigt, die den Einsatz von Farbe, auch in der Kunst, weiter auffächern – von der Höhlenmalerei bis in die Moderne – darunter Vincent van Goghs „Selbstporträt“, 1888; oder auch Vincent van Goghs „Sternennacht“, 1889 – immer auch mit Hintergrundinfos. „Die Ausstellung zeigt auch, wie sich Farben und ihr Einsatz im Laufe der Zeit entwickelt haben“, so Dr. Konrad Scheurmann (Kuratorenteam). Auch aktuelle Herstellungsprozesse von Pigmenten und neue Anwendungsgebiete werden präsentiert.
Farbe formt unsere Umwelt und ist auch in der Architektur von großer Bedeutung, ergänzte Markus Lehrmann im Rahmen der Ausstellungseröffnung. Lehrmann verwies dabei auch auf Le Corbusiers sogenannte „Polychromie Architecturale“ (ab 1931). Der Einsatz von Farbe in der Architektur habe demnach ästhetische sowie besondere funktionale und psychologische Eigenschaften.
