In Wirklichkeit unmöglich - Architekturen für die Bühne
Der Ausstattungsleiter der Schaubühne Berlin prägt seit Jahrzehnten die internationale Theaterlandschaft. Vor allem für Thomas Ostermeier, mit dem ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, hat er eine ganze Reihe legendärer Produktionen in Szene gesetzt, u.a. Hamlet, Hedda Gabler, Die Möwe oder zuletzt The Silence.
Anhand von Modellen aus der Zeit zwischen 1996 und 2026 präsentiert die BDA Galerie nun einen Ausschnitt aus dem bemerkenswerten Schaffen von Jan Pappelbaum.
Im Mittelpunkt der Schau steht die Frage nach der Wirklichkeit der gebauten Architektur und ihren veränderten Rahmenbedingungen auf der Bühne sowie nach der sozialen Rolle des Theaters in unserer Gesellschaft.
Jan Pappelbaum hat Architektur studiert. Die von ihm selbst angefertigten Arbeits- und Präsentationsmodelle im Maßstab M 1:10 bis M 1:50 sind für ihn unverzichtbare Werkzeuge im gesamten Prozess der Konzeption und Realisierung bis hin zur Kommunikation mit allen Beteiligten einer Inszenierung. Zentrale Themen seiner Arbeit sind die Auflösung der Grenzen im Raum, Reduktion und Veränderbarkeit. Kennzeichnend für das Werk Pappelbaums ist auch die Arbeit am Objekt – als Gegensatz zum Kabinett. Alles, was auf der Bühne steht und Bühne ist, soll Spielmittel sein. Seine Objektbühnen können mitunter sehr klein sein, dennoch erlauben sie den Zuschauer:innen stets ein einen sehr guten Blick von allen Plätzen aus.
Die Ausstellung wird kuratiert vom Kuratorium der BDA Galerie, Konzeption und Leitung Jens Brinkmann und Roland Duda.
Eröffnung: 4.6.2026, 19 Uhr
Führung von Jan Pappelbaum, anschließend offene Diskussion
Panel-Diskussion: 2.7.2026, 19 Uhr
Gesprächsgäste:
Jan Pappelbaum (Bühnenbildner, Ausstattungsleiter der Schaubühne)
Pia Maier Schriever (Rustler Schriever Architekten)
Anne Ratte-Polle (Schauspielerin)
Moderation: Jens Brinkmann, Roland Duda