11.9.–14.9.2026

TANK

Von Handzeichnungen zur Konstruktion

Anlässlich der „Journées du Patrimoine“ öffnet Carré Janson gemeinsam mit TANK – Von Handzeichnungen bis zur Bauausführung – seine Türen für die Öffentlichkeit und bietet einen ersten Einblick in ein umfangreiches Forschungs- und Dokumentationsmaterial, das von TANK Architekten, den Urhebern des Projekts, erarbeitet wurde. Diese Präsentation bietet eine erste Auswahl aus einem umfangreichen Archiv, das zu einer größeren, dem Projekt gewidmeten Ausstellung ausgebaut werden soll.

TANK und Julien Lanoo arbeiten seit vielen Jahren zusammen und verbinden dabei Architekturpraxis und Fotografie in einem fortlaufenden Dialog rund um die Entstehung eines Projekts. Für das Carré Janson wurde Lanoo eingeladen, das Projekt von den ersten Skizzen bis hin zu den aufeinanderfolgenden Bauphasen zu begleiten und regelmäßig zur Baustelle zurückzukehren, während es nach und nach Gestalt annahm.

Die Ausstellung vereint eine Auswahl von Handzeichnungen von Olivier Camus, Mitbegründer von TANK, entstanden während der Wettbewerbsphase, neben Lanoos schwarz- weißen analogen Fotografien. Anstatt lediglich den Bauprozess zu dokumentieren, fangen die Fotografien den sich wandelnden Charakter des Ortes ein – seine Materialien, das Licht, die Texturen, die Gesten und die menschliche Präsenz –, während die historischen Gebäude restauriert, umgestaltet und neuen Nutzungen zugeführt werden.

Gemeinsam begleiten die Zeichnungen und Fotografien Carré Janson durch die Zeit: von den Ideen und Referenzen, die seine Konzeption prägten, bis hin zur physischen Umgestaltung des Ortes. Sie offenbaren einen Ort, der zwischen dem, was bleibt, dem, was sich verändert, und dem, was noch kommen wird, schwebt.

Die Fotoserie ist Teil eines umfassenderen Archivs, das TANK im Laufe des Projekts aufgebaut hat und das Architektur nicht nur in ihrer Konzeption und Umsetzung dokumentiert, sondern auch darin, wie sie bewohnt und erlebt wird. Die Präsentation im Rahmen der „Journées du Patrimoine“ markiert die erste öffentliche Vorstellung dieses sich weiterentwickelnden Werkkomplexes, der in einer bevorstehenden Ausstellung erweitert werden soll. Lanoos auf Analogfilm aufgenommene Fotografien ordnen das Carré Janson in die lange Tradition Tournais ein, sein architektonisches Erbe zu beobachten und festzuhalten, und bieten zugleich eine zeitgenössische Perspektive auf einen historischen Ort im Wandel.