Architekturbaukästen 1890–1990
Die große Mitspielausstellung für Kinder ab 4 Jahren wurde auf Basis der einzigartigen Privatsammlung des Grafikers Claus Krieger kuratiert, die etwa 150 Baukästen aus den Jahren 1890 bis 1990 umfasst.
Sie folgt der These, dass eine Art „evolutionäre Entwicklung“ der Bausteine diese Fülle an Baukästen hervorgebracht hat. Die Spielzeugfirmen experimentierten mit vielfältigen Materialien: Künstlicher Ziegelstein, Holz, Metall, aber auch längst vergessene Stoffe wie Galalith („Milchstein“) und sogar Gummi/Kautschuk kamen zum Einsatz. Unzählige ausgeklügelte Varianten wurden entwickelt, um haltbare und zugleich leicht wieder zerlegbare Verbindungen herzustellen. Schließlich konnte Lego das Klemmprinzip perfektionieren und die meisten anderen Unternehmen verschwanden.
Exklusiv für diese Ausstellung wurden ausgewählte Bausätze wieder spielbar gemacht. Nach historischen Vorbildern geformte Bausysteme von Studierenden der HFT Stuttgart haben die wertvollen Originalbausteine der Kästen „Ingenius“, „Bâtiss“ und „Skyline“ in vergrößertem Maßstab nachgebildet. Außerdem warten eine immersive Reise in ein Architekturmodell via VR-Simulation sowie Steine der Systeme „Minibrix“, „Tetek“, „Dusyma“ und der „Kleine Großblockbaumeister“ aus DDR-Produktion auf alle, die Freude am Ausprobieren, Spielen und Bauen haben.
Zur Ausstellung im DAM erschien der Katalog 111 Architekturbaukästen. Sammlung Claus Krieger, Jovis-Verlag, Berlin 2025. Deutsch, 272 Seiten, 500 Abbildungen
Eröffnung: 6.10.2026, 19 Uhr
