Lebensort Schule
Wie sieht ein gutes Haus zum Lernen aus? Die Ausstellung zeigt herausragende Schulbauprojekte aus Skandinavien, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz, die innovative pädagogische und architektonische Konzepte miteinander verknüpfen.
Gebäude haben meist eine eindeutige funktionale Zuschreibung, die sich in der Gestaltung niederschlägt – ein Wohnhaus bietet privaten Raum für das tägliche Leben, ein Bürogebäude ermöglicht produktive Abläufe zwischen vielen Personen und repräsentative Bauten dienen der Politik, Verwaltung oder Kultur. Doch wie sieht eigentlich ein gutes Haus zum Lernen aus? Die Ausstellung „Lebensort Schule“ bringt herausragende, internationale Schulbauprojekte in den ArchitekturSalon Hamburg.
Es werden vorbildhafte Projekte aus Skandinavien, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz präsentiert, die pädagogisches und architektonisches Konzept in besonderem Maße miteinander verknüpfen. Entgegen der bekannten Typologie mit einzelnen, entlang eines Flurs aufgereihten Klassenzimmern, zeigt die Ausstellung räumlich innovative Projekte in enger Verbindung mit einer zukunftsorientierten Pädagogik. Dabei wird insbesondere der Einfluss des räumlichen Rahmens auf die Lernsituationen diskutiert. Wie schafft Architektur inspirierende Umgebungen und Atmosphären, die die Gemeinschaft fördern und die Aufnahme und Verarbeitung von
Informationen positiv unterstützen?
Wodurch zeichnen sich zeitgemäße Bildungsmodelle aus und welche Qualität an Raum, Ausstattung und Gestaltung wird dafür benötigt? Welche Experimente wagen Pädagog*innen und Architekt*innen auf dem Weg zum selbstorganisierten Lernen? Die Ausstellung präsentiert Neubau- wie auch Umbauprojekte, die einen Beitrag zur Diskussion leisten. Entsprechend der unterschiedlichen Präferenzen und Anforderungen an das Lernen zeugen die Projekte von großer Vielfalt: offene Lernlandschaften, Clustermodelle mit gemeinsamer Lernmitte, Räume für Gemeinschaft ebenso wie Rückzug. Schulen ohne Klassenzimmer!
Die Auseinandersetzung mit zukunftsfähigen Schulbauten weist auch über das Gebäude hinaus. Welchen Einfluss haben gelungene Orte des Lernens als mehrfachgenutzte Bauten auf die (sozial)räumliche Entwicklung im städtischen Quartier oder im ländlichen Raum? Inwiefern werden andere Nutzungen parallel zum Unterricht oder außerhalb der Schulzeiten ermöglicht, die den Bau als festen Bestandteil des kollektiven Bewusstseins etablieren? Statt nur der Bildung vorbehalten zu sein, können Schulen im besten Sinne des Wortes Bauten der Gemeinschaft werden.
Eröffnung: 19.3.2026, 19 Uhr
Render*innen: Kristina Bacht, Kirstin Bartels, Christian Gäckle, Susanne Hofmann, Dirk Landwehr, Barbara Pampe, Julian Weyer
