LAWS

Adresse
1920, rue Baile, Montréal H3H 2S6
Öffnungszeiten
Mi–Fr 11–18 Uhr, Do 11–21 Uhr, Sa, So 11–17 Uhr

Wie prägt das Recht die gebaute Umwelt und die Planungspraxis? Warum sehen Städte so aus und funktionieren so, wie sie es tun? Welche Rahmenbedingungen strukturieren unsere Beziehungen zu unseren Nachbarn und zur Natur? Und vor allem: Wie können Architekten und Planer Vorschriften – wie Bauvorschriften, Flächennutzungspläne und Umweltpolitik – als proaktive Instrumente und Gestaltungswerkzeuge nutzen, anstatt sie als Hindernisse zu betrachten?

Heutzutage wird das Potenzial von Architekten und Planern, als einflussreiche und transformative Akteure in der Stadt zu handeln, zunehmend von marktorientierten Entwicklungsprioritäten verdrängt. Politische Strategien, Verwaltungsverfahren und marktbasierte Vorschriften bestimmen größtenteils die Bedingungen, unter denen wir leben und arbeiten, und machen es Architekten oft unmöglich, gesellschaftliche Belange sinnvoll anzugehen. Koloniale, diskriminierende, ausbeuterische und ausgrenzende Rahmenbedingungen schränken das ethische und technische Potenzial der Raumgestaltung ein. Während sich die Krisen in den Bereichen Wohnen, Umwelt und Soziales verschärfen, wird die kritische Kraft des Designs fragmentiert, zerstreut und geschwächt.

Offensichtlich bildet das Rechtsgebiet heute eine entscheidende Grundlage für die Neugestaltung der Architektur. Doch um ihre Regeln neu zu schreiben, müssen Architekten zunächst das rechtliche Terrain, in dem sie agieren, verstehen und überdenken und die Gestaltung von Gesetzgebung in die räumliche Praxis integrieren.