Tony Fretton

Practice

S AM – Schweizerisches Architekturmuseum

Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 11–18 Uhr, Do 11–20.30 Uhr, Sa–So 11–17 Uhr

Das S AM Schweizerisches Architekturmuseum kündigt mit Freude die retrospektive Ausstellung "Practice" mit ausgewählten Projekten des Architekten Tony Fretton (geb. 1945 in London) an. 1984 gründete er in London das Büro Tony Fretton Architects, das bis 2024 tätig war. Er hat zahlreiche Texte zur Architektur publiziert und unter anderem als Chair of Interiors Buildings and Cities an der Fakultät für Architektur der TU Delft und als Gastprofessor an der GSD Harvard, der ETH Zurich und der EPFL Lausanne Architektur gelehrt. Er lebt und arbeitet in London.

Frettons Bauten und Projekte werden im S AM in Texten, Fotografien und Zeichnungen präsentiert. Gemeinsam zeigen sie seine Praxis als stetige Reflexion über den Bestand im Umfeld auf, einschliesslich der sozialen, kulturellen und politischen Dimensionen der Stadt und ihrer Umgebung. In seinem Arbeitsansatz, den er 1998 in einem schlicht als ‹Eine Methode› betitelten Text beschrieb, visualisierte und thematisierte er sowohl die materiellen Aspekte von Gebäuden als auch die Formen ihrer Nutzung – und wie diese sich im Laufe der Zeit verändern würden, in physischer Hinsicht und in Narrationen über sie, die sich erst noch entwickeln würden.

Die Ausstellung im S AM wurde in enger Zusammenarbeit und im direkten Austausch mit Tony Fretton konzipiert und realisiert. Sie beginnt mit den Studien zu Performance-Kunst, den Fotografien und den Skizzenbüchern, die seine unverwechselbare architektonische Position etablierten, wie sie in den Bauten von 1986 und 1992 für die Lisson Gallery in London sichtbar wurde. Damals schrieb er: «Ich suchte nach Entwurfsansätzen, die überraschen und elementare Freuden bereiten, die politische Dimensionen besitzen, körperlich zu erfahren sind und die Mittel für eine künstlerische Auseinandersetzung und die Entwicklung von Ideen bereitstellen. Ich fand sie in Bestandsbauten: darin, wie soziale und politische Ideen auf sie wirkten, die Veränderung ihrer Bedeutung durch mündliche Überlieferung, Literatur und visuelle Medien sowie durch Änderungen, die Menschen sowohl physisch als auch in ihrer Vorstellung an ihnen vorgenommen hatten.»