Berlin plant. Stunde Null
Eine Ausstellung zum 80-jährigen Jubiläum des Stadtentwicklungsplans „Kollektivplan“. Das Ausstellungsprojekt Berlin plant. Stunde Null im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) rekonstruiert und kontextualisiert die historische Ausstellung Berlin plant – Erster Bericht von 1946, die den sogenannten Kollektivplan zum Wiederaufbau Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg einer breiten Öffentlichkeit vorstellte. Im 80. Jubiläumsjahr wird die Einzigartigkeit und Aktualität des unter der Leitung Hans Scharoun entstandenen Plans beleuchtet.
Mit Beiträgen und Dokumenten von Karl Böttcher, Willy Karl (Wils) Ebert, Peter Friedrich, Ludmilla Herzenstein, Reinhold Lingner, Hans Scharoun, Luise Seitz, Selman Selmanagić, Herbert Weinberger u. a.
Eröffnung: 5.6.2026 19 Uhr
Parallel zur Ausstellung zeigt der n.b.k. ein Kinoprogramm mit „Trümmerfilmen“ in Kooperation mit dem Babylon, am 20. Juni findet außerdem ein eintägiges Symposium im silent green Kulturquartier statt.
Diskursprogramm
11. Juni – 2. August 2026
Filmprogramm im Babylon
Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin
Berlin 1945 – Tagebuch einer Großstadt, Teil II (Volker Heise, 2020); Die Mörder sind unter uns (Wolfgang Staudte, 1946); Imaginäre Architektur – Der Baumeister Hans Scharoun (Hartmut Bitomsky, 1995); A Foreign Affair (Billy Wilder, 1948); Germania anno zero (Roberto Rossellini, 1948); Die Stunde Null (Edgar Reitz, 1977)
Mit Gesprächen und Vorträgen von Michael Baute, Volker Heise, Edgar Reitz und Margarethe von Trotta
Symposium im silent green Kulturquartier
13 Uhr
Ein Plan wie keiner zuvor. Der Kollektivplan von 1946 und das Ausstellungsprojekt Berlin plant. Erster Bericht als Vergegenwärtigung und Gesprächsangebot
Einführung von Hansjörg Schneider, Künstler, Berlin
13:30 Uhr
berlin (1993)
Gedicht von Michael Augustin, Autor, Bremen
14 Uhr
Urban Planning in the Context of Non-Utopian Postwar Orders: Hans Scharoun’s Unrealized Urban Ideals for Berlin and Walter Gropius’ Abandoned Plan for the Redevelopment of Frankfurt/Main
Vortrag von Greg Castillo, Prof. für Architektur am College for Environmental Design, University of California, Berkeley
14:30 Uhr
Die Rezeption des Kollektivplans 1946 in Ost und West
Vortrag von Simone Hain, Prof. für Architektur- und Planungsgeschichte, Berlin
15 Uhr
Städtebau und -planung am Bauhaus (Bauhaus, MASCH und CIAM-Analyse Berlin)
Vortrag von Andrea Contursi, Architekt und Forscher, studio_MMSD, Düren
16 Uhr
Das Kollektiv. Biografische Netzwerke
Vortrag von Simone Hain, Prof. für Architektur- und Planungsgeschichte, Berlin
16:30 Uhr
Das grüne Berlin. Das Stadt-Landschafts-Konzept Reinhold Lingners und des Kollektivplans
Vortrag von Axel Zutz, Landschaftsgärtner, Garten- und Planungshistoriker, Berlin
17 Uhr
Hans Scharoun. Bauen für die Demokratie – Gestalt finden für die offene Gesellschaft
Vortrag von Ralf Bock, Architekt und Autor, BauWerkStadt, Wien
17:30 Uhr
Das Fortwirken des Kollektivplans in der Stadtplanung der DDR bis zum Generalbebauungsplan von Berlin / DDR
Vortrag von Christina Lindemann, Architektin und Stadtplanerin, Werkstadt, Berlin
18:15 Uhr
P.L.A.N. (Wie planen im Anthropozän, wie planen in Berlin?)
Diskussion mit Simone Hain (Prof. für Architektur- und Planungsgeschichte, Berlin), Christa Kamleithner (Architekturhistorikerin und Kulturwissenschaftlerin, Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich), Philipp Oswalt (Prof. für Architekturtheorie und Entwerfen, Universität Kassel)
Moderation: Thomas Flierl (Architektur- und Planungshistoriker, Berlin)
