Architekten der Befreiung

Die Moderne in Westafrika

MoMA The Museum of Modern Art

Öffnungszeiten
Sa–Do 10.30–17.30 Uhr, Fr 10.30–20.00 Uhr

In der bis dahin beispiellosen Zeit der Befreiung und Entkolonialisierung in ganz Afrika träumten viele von einem Kontinent mit grenzenloser Zukunft. Ghana erlangte 1957 die Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft, und im Jahr 1960 – oft als das Jahr Afrikas bezeichnet – erlangten 17 Nationen, die um Selbstbestimmung kämpften, politische Autonomie. Dieser Umbruch leitete einen Boom an kultureller Produktion und Experimentierfreudigkeit in der bildenden Kunst, im Tanz und in der Musik ein. „Architects of Liberation: Modernism in Western Africa“ ist die erste große Museumsausstellung, die die Rolle der Architektur bei der Gestaltung dieses historischen Wandels untersucht.

Die neu unabhängigen afrikanischen Länder wollten – sowohl nach innen als auch nach außen – ein zukunftsorientiertes, fortschrittliches und kosmopolitisches Selbstbild vermitteln, und die moderne Architektur verkörperte dieses Bestreben. Eine neue architektonische Identität setzte sich mit den politischen Ideen des Panafrikanismus und der Afrikanisierung auseinander und wurde von Architekten sowohl vom Kontinent als auch aus dem Ausland geprägt.

Architekturzeichnungen, Modelle und Archivbilder sowie neu in Auftrag gegebene ortsspezifische Fotografien und Videos gehören zu den 400 Exponaten der Ausstellung. Fast alle werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Mit Beiträgen aus Senegal, der Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Nigeria und Kamerun bietet „Architects of Liberation“ einen aufschlussreichen Blick auf eine Region, die ihre Zukunft neu gestaltet.

Organisiert von Martino Stierli, Philip-Johnson-Chefkurator für Architektur und Design am MoMA, und Ikem Stanley Okoye, Gastkurator und außerordentlicher Professor an der University of Delaware; in Zusammenarbeit mit Mallory Cohen, kuratorische Mitarbeiterin in der Abteilung für Architektur und Design am MoMA.