23.11.2025–15.2.2026

Der Hang zur Geometrie

Experimente zum Wohnen aus den letzten 500 Jahren
Adresse
Wr. Str. 56, Mürzzuschlag
Öffnungszeiten
Do-Sa 10-18.00 Uhr, So 10-16.00 Uhr

Seit langem erkundet der in Wien lebende Architekt Martin Feiersinger geometrische Formversuche abseits der mächtigen Typologien von Kirche und Regierungspalast. Ausgehend von einem breit gefassten Interesse an Räumen des Privaten bzw. an Häusern, die Architektinnen und Architekten für sich selbst geschaffen haben, bewegt sich die von Martin Feiersinger und Gabriele Kaiser kuratierte Ausstellung spielerisch zwischen historischer Referenz, Theorie und aktueller Praxis.

Anhand von Zeichnungen, Raumkörpern und Proportionsmodellen möchten sie erkunden, wie sehr sich Geometrie jenseits eines morphologischen Formalismus in ihrer „Bewohnbarkeit“ bewährt. Wie kann aus abstrakten Formen, die allen gehören, etwas Individuelles und Lebendiges entstehen? In der forschenden Auseinandersetzung mit gebauten oder erdachten Architekturen spielt die (Nach)-Zeichnung eine zentrale Rolle: „Kein Tag ohne Linie“ lautet die Devise.

Die von Martin Feiersinger und Gabriele Kaiser kuratierte Ausstellung vermittelt in vier Themensträngen und anhand von Beispielen von der Renaissance bis zur Gegenwart den faszinierenden Kosmos der Geometrie.

1. „Geometrische Körper“ (Modelle der platonischen Körper; volle und hohle Regelkörper)
2 „Recherchen zum architektonischen Raum“ (Vom Studiolo über den „Dome Home“ zum Hexagonhaus bis zur Megastruktur)
3. „Grundrissatlas“ (Chronologische Wohnbeispiele von der Renaissance bis in die Gegenwart)
4. „Follies“ (Architektonische Besonderheiten)