Die Architektenbrüder Vesnin.
Das Staatliche Architekturforschungsmuseum Schtuschew präsentiert mit Unterstützung des russischen Kulturministeriums das Ausstellungsprojekt „Die Architektenbrüder Wesnin. Die Anfänge“.
Die Ausstellung widmet sich der einzigartigen kreativen Partnerschaft der Brüder Wesnin, Architekten, die für zahlreiche ikonische Gebäude der 1920er und 1930er Jahre in Moskau und weit darüber hinaus verantwortlich sind. Ausgangspunkt ihres architektonischen Aufstiegs war die Stadt Jurjewez im Gouvernement Kostroma (heute Oblast Iwanowo), die in diesem Jahr ihr 800-jähriges Bestehen feiert.
Leonid, Viktor und Alexander Wesnin arbeiteten sowohl einzeln als auch gemeinsam und entwarfen private Villen, große öffentliche Gebäude, Kirchen, Gedenkstätten, Industrieanlagen und dazugehörige Siedlungen. Ihre berufliche Laufbahn begann Ende des 20. Jahrhunderts, als sie als Studenten bei renommierten Architekten assistierten, an bedeutenden Architekturwettbewerben teilnahmen und ihre ersten privaten Aufträge realisierten. Während des Ersten Weltkriegs und der Revolution trennten sich die künstlerischen Wege der Brüder zeitweise. Leonid wurde zum Militärdienst eingezogen, Viktor konzentrierte sich auf die Planung großer Chemieanlagen, und Alexander arbeitete im Bereich Theater- und Druckgrafik. Anfang der 1920er-Jahre vereinten sie ihre Fähigkeiten und Erfahrungen und wurden zu den Begründern einer neuen Bewegung in der sowjetischen Architektur, die heute unter dem Begriff „Konstruktivismus“ bekannt ist. Dies prägte ihren Status als führende Persönlichkeiten der sowjetischen Architektur über mehrere Jahrzehnte maßgeblich.
