Kees van Leeuwen
Diese Ausstellung zeigt Werke des Künstlers Kees van Leeuwen. Sein Werk bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst und Architektur und ist das Ergebnis seiner Auseinandersetzung mit der Bedeutung von „Raum“.
Kees van Leeuwen erlebt Raum oft anders als die meisten Menschen. Er visualisiert ihn dreidimensional und erlebt den Raum jenseits des Raums. Kees teilte diese Faszination schon als Kind und wollte ursprünglich Architekt werden. Seine schwere Legasthenie verhinderte dies jedoch. An der Gerrit Rietveld Academie und der Royal Academy of Fine Arts erhielt er die Freiheit, die Sprache und die Werkzeuge zu entdecken, die ihm am besten passten, um seine Gedanken in Form zu bringen.
Sein Aufenthalt in Japan und die Einführung in die japanische Kultur prägten diese Auseinandersetzung mit der Bedeutung von „Raum“ zusätzlich. Dazu gehören das japanische Raumkonzept und „MA“: die Leere zwischen Räumen, die durch die Platzierung von Objekten entsteht, die vielfältigen Funktionen eines Raums und die Dimensionen japanischer Tatami-Matten.
Diese Erfahrung und seine Überempfindlichkeit gegenüber Reizen prägen seine Faszination für von der Außenwelt abgeschlossene Räume wie Museumsgalerien und (Atom-)Bunker. Neben großformatigen Fotografien der befremdlichen Welt in Atombunkern zeigen die Ausstellungen auch Papiermodelle, die mit einer japanischen Technik der Raumdarstellung hergestellt wurden. Die zweidimensionale Zeichnung wird so zum dreidimensionalen Modell. Mit seinen Arbeiten macht Kees van Leeuwen seine Art zu sehen für die Außenwelt sichtbar.
