24.4.–3.7.2026

Melanie Ebenhoch

Werkquerschnitt

In den Ausstellungsräumen im (Kunst)Haus 2226 von BE Architekten im Millenniumpark Lustenau ist von 24.4. bis 3.7. ein umfangreicher Werkquerschnitt der 1985 in Feldkirch geborenen und heute in Brüssel lebenden und arbeitenden Künstlerin Melanie Ebenhoch zu sehen. Gezeigt werden bereits bestehende sowie ganz neue Arbeiten, die ein Spektrum umspannen, das von Öl-auf-Leinwand-Bildern über bemalte, objekthafte, runde Kunstharzreliefs (Tondi) bis zu architektonischen Keramikskulpturen reicht.

Ebenhoch, die an der Universität für angewandte Kunst in Wien, am Sandberg Institut in Amsterdam und an der Hogeschool voor de Kunsten in Utrecht studiert hat, bewegt sich mit ihrer künstlerischen Praxis an der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Installation. Ihre Arbeiten sind inhaltlich stark vom Kino inspiriert, insbesondere von Filmen der 1940er bis 1960er Jahre. Sie untersucht dabei die Darstellung von Frauenrollen und die psychologische Aufladung architektonischer Räume. Häufige Sujets sind Innenräume, Kulissen, Architekturfragmente oder alltägliche Details wie Lichtschalter und Tapetenmuster, die eine unheimliche oder voyeuristische Stimmung erzeugen können. Mit Stilelementen der illusionistischen Malerei und filmischen Inszenierungen zeigt sie innerpsychische soziale Konflikte auf, die sich in häuslichen Settings entzünden. Bildwirkung und Narration stehen in ständiger Spannung zueinander.